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Steinmeier und Aslov sprachen über regionale Herausforderungen

Am Rande der 22. Sitzung des Ministerrats der OSZE, die in der vergangenen Woche in Belgrad stattfand, traf sich der tadschikischer Außenminister Sirodschiddin Aslov mit seinem deutschen Amtskollegen Dr. Frank-Walter Steinmeier. Während des Treffens sprachen sie über die Prioritäten des deutschen Vorsitzes in der OSZE im Jahr 2016 sowie die Fragen der Zusammenarbeit im Rahmen der neuen EU-Strategie für Zentralasien für den Zeitraum 2015-2020. Die beiden Seiten tauschten sich ebenfalls über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus, Extremismus und andere Faktoren, die regionale und globale Sicherheit bedrohen.

Der Endvertrag für das Projekt CASA-1000 unterzeichnet

Der endgültige Regionalvertrag über den Bau der Hochspannungsleitung CASA-1000 wurde am 24. November von den Energieministern aller beteiligten Länder (Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan) unterzeichnet. Die Realisierung dieses Milliardenprojekts soll nun in der ersten Hälfte 2016 beginnen.  In der ersten Phase wird das 500 kW Hochspannungsleitung Datka(KZ)-Chudschand (TJK) verlegt und an das Stromkreissystem Tadschikistan und Kirgisistan verbunden. Anschließend wird eine Hochspannungsleitung mit zahlreichen Umspannungsstationen von Tadschikistan über Afghanistan bis zur Stadt Peschawar in Pakistan gebaut. Durch diese Leistung wird ab 2017 jährlich bis 1000 Megawatt Strom nach Pakistan fließen. Sollte Afghanistan den ihm zustehenden 300 Megawatt Strom nicht ausschöpfen, kann der Überfluss nach Pakistan umgeleitet werden. Insgesamt können Tadschikistan und Kirgisistan jährlich bis 1300 Megawatt Strom ins Ausland exportieren. Das gesamte Projekt kostet über 1 Milliarden Dollar. Der Anteil Tadschikistans bei diesem Projekt beträgt 351 Mio. US Dollar in Form von Krediten und Zuschüssen. Die Regierung Tadschikistan beteiligt sich außerdem mit 15 Mio. US Dollar an diesem Projekt.

Das Parlament verabschiedet Erleichterungen im Privatsektor

Die Abgeordneten der Unterkammer des Parlaments haben den Vorschlag der Regierung zu Änderung in den Gesetzesentwurf „Über die Erteilung der Genehmigungen“ debattiert und verabschiedet. Die Notwendigkeit, Änderungen in dieses Gesetz einzuführen, entstand infolge der Reduzierung von den Unterlagen, welche zur Erteilung einer Genehmigung für Unternehmer erforderlich sind. Darüber hinaus, werden über 30% der Unterlagen mittlerweile elektronisch verfasst bzw. bearbeitet, so Abgeordneter Tolibbek Buchorijev in einem Interview. Demzufolge werden für 5 verschiedene Tätigkeiten keine Genehmigungen mehr erforderlich sein. Insgesamt gibt es in Tadschikistan 86 Genehmigungsunterlagen, die in der nahen Zukunft jedoch reduziert werden, um den Privatsektor zu fördern.

Energieeffizienz bei der Realisierung der Projekte in Tadschikistan

Am 30. Oktober 2015 fand in der Deutschen Energieagentur (DENA) ein Arbeitsgespräch zwischen tadschikischem Botschafter Herrn Maliksho Nematov, Geschäftsführer der DENA Herrn Andreas Kuhlmann und Geschäftsführer der DPU Investment GmbH Herrn Dr. Peter Urban statt. Bei dem Gespräch wurde der Stand der Zusammenarbeit zwischen Tadschikistan und Deutschland im Energiebereich erörtert.  Hierbei hat Botschafter Nematov das Wasserkraftpotenzial Tadschikistans, die Fragen der Energieeffizienz, Ausbau der vertragsrechtlichen Grundlagen der Zusammenarbeit, Heranziehung der deutschen Investitionen für Wasserwirtschaftsprojekte in Tadschikistan sowie Nutzung von anderen erneuerbaren Energiequellen hervorgehoben. Die Gesprächspartner betonten die Notwendigkeit der Vertiefung der Zusammenarbeit im Energiebereich und haben Ihre Überlegungen zu den möglichen gemeinsamen Energieprojekten ausgetauscht.  Im Rahmen des Treffens wurde in Anwesenheit des Botschafters eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der DPU Investment GmbH und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bei der Realisierung des Projekts „Errichtung eines Logistikzentrums am Flughafen Duschanbe“ unterzeichnet. Die erfolgreiche Realisierung des Projekts biete neue Chancen und Möglichkeiten in der Zusammenarbeit beider Länder an.“

Die Altstadt Hissor wird 3000 Jahre alt

Unter diesem Motto fand in der tadschikischen Botschaft eine Kulturveranstaltung statt, zu der Wissenschaftler, Studenten und Vertreter der Kulturkreise Berlins eingeladen waren. Botschafter Malikscho Nematov sprach in seiner Rede über die strategische Bedeutung der Stadt Hissor für die ganze Republik und bezeichnete die Festung Hissor als ein wichtiges historisches Kulturobjekt, welches die Geschichte des tadschikischen Volkes wiederspiegelt. Anhand der gefundenen Artefakte sollen die Menschen bereits vor 40 Tausend Jahren gelebt haben.  

Die Stadt Hissor liegt im zentral-westlichen Teil des Landes, im Zentrum von Hissar Tal, welcher zum grünsten und bevölkerungsreichsten Teile des Landes gehört. Die Stadt ist umgeben von Bergen Hissor Ghozimaliks und Bobotogh. Archeologische Ausgrabungen geben Auskunft darüber, dass in diesem Teil bereits vor 40.000 Jahren Menschen gelebt haben. Im heiligen Buch Avesta wird dieses Gebiet als Schumon bezeichnet. Das Wort Hissor als Name einer Siedlung, einer Stadt oder einer Verwaltungseinheit wird jedoch erst im 11. Jahrhundert erwähnt.  Damals bedeutete dieses Wort eine Stadt bzw. Siedlung mit eigenem Markt und ein Ort, in dem Regierungseinheiten (also staatliche Truppen) stationiert waren. Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts standen hier zwei religiösen Schulen, Dutzende Moscheen, vier Stadttoren und ein Hauptmarkt. Das Hissor Tal ist reich an Bodenschätze und Bausubstanzen. Die traditionelle einheimische Schafssorte, die sogenannte Gusfandhoi Hisori ist mittlerweile ein Branding. Hissor Tal versorgt Duschanbe und die naheliegenden Bezirken über das ganze Jahr mit Weintrauben, Süßkirchen, Obst und Gemüsesorten. Die Kurorte Schohambari und Satur sind mittlerweile Lieblingsorte vieler Urlauber und ausländischen Touristen.

Tadschikistan sucht für seine Produkte Internationale Märkte

Bei einem Treffen zwischen dem Vorsitzenden der IHK Tadschikistan und dem Präsidenten der IHK Schweiz wurde ein Abkommen über die Zusammenarbeit unterzeichnet. Tadschikistan hat großes Interesse an eine Zusammenarbeit mit der Schweiz auf dem Gebiet der Arzneiherstellung, da das Land reich an Heilpflanzen ist, die zum Wohle der Bevölkerung verwendet werden könnten. Weitere Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit könnten die Verbesserung der Infrastruktur, Bauwesen, Brücken und Tunnels sein. Wir sind bereit, den internationalen Märkten qualitativ hochwertigen und biologisch sauberen Produkten anzubieten, sagte Sharif Said. Die IHK Schweiz kündigte an, tadschikische Unternehmer bei der Vorstellung ihrer konkreten wirtschaftlichen Projekte in der Schweiz und in Europa zu unterstützen.

Deutsch-Tadschikische Regierungskonsultationen in Duschanbe

Bei den diesjährigen deutsch-tadschikischen Regierungs konsultationen, die 13-14. Oktober 2015 in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe stattfanden, sprachen die beiden Seiten über die Projekte, die im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit zwischen beiden Ländern realisiert werden bzw. geplant sind. Gesundheitssektor, Berufsausbildung und Unterstützung des Privatsektors sind weiterhin Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit, die eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung fördern soll. Beide Seiten sprachen außerdem über die inhaltliche Vorbereitung der kommenden Regierungsverhandlungen, die im Herbst 2016 stattfinden. Die Entwicklungszusammenarbeit soll mit den mittel- und langfristigen nationalen Entwicklungsstrategien der Republik Tadschikistan im Einklang stehen, hiess es bei der Eröffnung der Konsultationen.

Fondsmittel zur Unterstützung der Unternehmer werden aufgestockt

Der Präsident der Republik Tadschikistan unterstrich in seiner Rede vor den Teilnehmern des „Internationalen Unternehmerforums Duschanbe 2015“, welches zur Zeit in Duschanbe stattfindet, dass „zum Ausbau des Klein- und Mittelunternehmens in Tadschikistan sowie für den vereinfachten Zugang der Unternehmer zu den zinsgünstigen Krediten einen Fonds gegründet wurde“. Das Stammkapital dieser staatlichen Stiftung in Höhe von 133 Millionen Somoni wird bis 2020 auf 1 Milliarden Somoni aufgestockt. Mittlerweile profitieren von den Darlehen und zinsgünstigen Krediten dieses Fonds über 117 Unternehmersubjekten aus 47 Bezirken und Gemeinden. Durch die Aufstockung würden weitere 2000 neue Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus, sind aus den Kreditreserven der Banken allein in 2015 Mitteln in Höhe von 7 Milliarden Somoni bereitgestellt.

Unterzeichnung neuer Abkommen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit

Auf der Grundlage der in den deutsch-tadschikischen Verhandlungen erzielten Vereinbarungen wurden am 25. September 2015 im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel Tadschikistans weitere Abkommen unterzeichnet. Ein Abkommen über die Bereitstellung der Finanzmittel zur Unterstützung der sozial schwachen jungen Familien beim Wohnungsbau (8 Mio. Euro) und ein Zusatzabkommen zur finanziellen Zusammenarbeit bei der vierten Phase der TB-Bekämpfung (213,4 Tausend Euro).

Durch die Realisierung dieser Projekte wird die Bevölkerung in den Dörfern bessere Dienstleistungen im Bankwesen und Zugang zu Bankdarlehen zur Verbesserung der Lebensqualität gewährt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit hat bis jetzt zur TB-Bekämpfung im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit über 19 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Mittel wurden in erster Linie zur Rekonstruktion des Klinikums Matschiton verwendet. Die Abkommen haben der Minister Nematullo Hikmatullozoda und Abteilungsleiterin für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien der KfW Entwicklungsbank Eva Witt unterschrieben.

Positionspapier der Regierung Tadschikistan zur UN-Generalversammlung

Gestern hat die 70. Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung in New York begonnen. Der  neue Präsident der Generalversammlung Morgens Lykketoft  sprach in seiner Rede über mehr Zusammenarbeit zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklung.

Die tadschikische Regierung hat zur Agenda der diesjährigen Sitzung der UN Generalversammlung ihre Stellungnahme bekannt gegeben. In einem Positionspapier mit  25 Punkten sind wichtigste Aspekten zur Internationalen Sicherheit und der nachhaltigen Entwicklung angesprochen.

Coca Cola - Made in Tajikistan

Das Coca Cola Beverages Tadschikistan“ (CCBT) plant mit einem durch EBRD bereitgestellten Darlehen in Höhe von 44,7 Millionen Euro Erfrischungsgetränken zu produzieren. Der Bau eines neuen Coca Cola Werks für die Abfüllung von Softdrinks in Tadschikistan soll ermöglichen, die einheimische Produktion zu steigern und die Einfuhr aus dem Ausland zu reduzieren. Das  CCBT -  ist ein Tochterunternehmen der türkischen Firma "Coca-Cola Icecek", die bereits mit einigen Ländern Zentralasiens erfolgreich zusammenarbeitet. Sein Mehrheitseigentümer ist die Gruppe "Anadolu Efes".  Ausgestattet mit der neuesten Technologie wird die Anlage jährlich bis 100 Millionen Liter Softdrinks produzieren. Das neue Werk in Duschanbe wird von strategischer Bedeutung sein. Es gilt als eine der ersten Produktionsstätten von internationalen Unternehmen im Agrarsektor Tadschikistans, so der Experten.

Mehr…

Der alkoholfreie Getränkemarkt in Tadschikistan weist in den letzten Jahren ein konstantes Wachstum auf, im Vergleich zu anderen ähnlich großen Ländern Zentralasiens jedoch unterentwickelt. Dementsprechend gibt es großes Potential für weiteres Wachstum, so den Analysen der EBRD zufolge.

Die Einführung der neuen Anlage wird eine positive Auswirkung auf die Wirtschaft Tadschikistans haben. Sie schafft über 600 neue Arbeitsplätze und einen erheblichen Beitrag für die Bereicherung des Staatshaushaltes.

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Das Projekt CASA 1000 ist startbereit

Die Europäische Bank für Wiederaufbau- und Entwicklung (die EBRD) unterstützt die Republik Tadschikistan bei der Realisierung des Regionalprojekts CASA 1000  mit 110 Mio. US Dollar. Ein entsprechendes Dokument wurde am Freitag vom tadschikischen Finanzminister A. Qurboniyon, dem Vorsitzenden der "Barki Tojik“ R. Rachmatsoda und dem Direktor der EBRD-Vertretung in Tadschikistan Richard Jones unterschrieben. Bereits am Ende der letzten Woche kündigte der Minister für Energetik und Wasserressourcen Tadschikistans Usmonali Usmonsoda an, dass nach der Bereitstellung der Finanzmittel durch EBRD die Frage nach der Finanzierung des tadshikischen Teiles des Projektes vollständig entschieden sei. Somit beteiligen sich neben der Regierung Tadschikistan, die Weltbank, die Islamische Entwicklungsbank, das Entwicklungsfond Quwayt, die britische Regierung, USA  bei der Realisierung dieses lebenswichtigen Projekts. Bis Ende dieses Jahres soll der Hauptunternehmer für das Projekt gewählt und anschließend mit den Baumaßnahmen begonnen werden, so Usmonzoda. Nach der Fertigstellung dieses Projekts, das etwa eine Milliarde US Dollar kostet und  hauptsächlich den Bau der Hochspannungsleitungen für den Export der Elektroenergie beinhaltet, werden Afghanistan und Pakistan mit dem Stromüberfluss aus Tadschikistan und Kirgisien versorgt.

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